Wie viel Ertrag kostet Schmutz?
Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt geht für Deutschland von einer durchschnittlichen Ertragsminderung durch Verschmutzung von etwa zwei Prozent aus. Das ist der Mittelwert. Steile Dächer in Wohngebieten liegen oft darunter, weil Regen einen Teil des Schmutzes abwäscht.
Deutlich höher sind die Verluste bei flach geneigten Modulen und in staubiger Umgebung. Bei Anlagen auf Stallgebäuden werden in der Praxis Verluste von 10 bis 15 % genannt, in Extremfällen mehr.
Warum Regen nicht reicht
Regen löst losen Staub, aber kaum Vogelkot, Pollen, Moos, Flechten oder fettige Ablagerungen. Bei Modulen mit wenig Neigung läuft das Wasser schlecht ab: Am unteren Rahmen bildet sich ein Schmutzrand, der die unterste Zellreihe verschattet.
Wann sich die Reinigung rechnet
Die Rechnung ist einfach: Kostet die Verschmutzung im Jahr mehr Ertrag, als eine Reinigung kostet, lohnt sie sich. Entscheidend ist der Wert Ihres Stroms. Eine selbst verbrauchte Kilowattstunde spart Ihnen den vollen Strompreis, eine eingespeiste bringt nur die Einspeisevergütung. Gewerbebetriebe mit hohem Eigenverbrauch profitieren deshalb am meisten.
Bei kleinen, steil geneigten Anlagen in sauberer Umgebung reicht oft eine Sichtprüfung alle ein bis zwei Jahre. Große Hallendächer, landwirtschaftliche Betriebe und Anlagen an Straßen sollten dagegen regelmäßig gereinigt werden.
So wird schonend gereinigt
Hochdruckreiniger und aggressive Reinigungsmittel können Beschichtungen und Dichtungen beschädigen. Fachgerecht gereinigt wird mit entmineralisiertem Wasser und weichen Bürsten, am besten morgens oder bei bedecktem Himmel, wenn die Module nicht aufgeheizt sind. Dabei lohnt sich ein prüfender Blick auf Risse, lose Kabel und beschädigte Rahmen.
Quellen